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Rainer Lindenberg und Burkhart Prinz im Gespräch mit Klaus Döll
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Rainer Lindenberg und Burkhart Prinz im Gespräch mit Klaus DöllRainer Lindenberg: Sie sind Richter auf Lebenszeit, wollen Bürgermeister in Felsberg werden und gehen damit das Risiko ein, nach Ablauf der Wahlperiode von 6 Jahren ohne Arbeit dazustehen. Warum streben Sie dennoch diesen Berufswechsel an?

Klaus Döll: Ich bin ein Mensch, der den Wechsel und die Herausforderung liebt. Ich möchte etwas in Felsberg bewegen, frischen Wind nach Felsberg bringen. Ich werde das schaffen und will in 6 Jahren für weitere 6 Jahre wieder gewählt werden. Ich will 12 Jahre Bürgermeister von Felsberg sein. Ich arbeite gerne.

Rainer Lindenberg: Sie kommen öfter zu den Heimspielen der HSG Gensungen-Felsberg. Ich entnehme daraus, dass Sie ein Handballanhänger sind und dem Bundesliga-Handball im Edertal positiv gegenüberstehen. Wollen Sie auch als Bürgermeister die HSG unterstützen?

Klaus Döll: Ich habe eine Dauerkarte. Hochklassiger Handball gehört ins Edertal wie das Salz in die Suppe. Als Bürgermeister werde ich alles tun, um unser bundesweites Aushängeschild zu erhalten. Ich werde die Rahmenbedingungen dazu schaffen und insbesondere im Sponsoring aktiv sein.

Burkhart Prinz: Wie stehen Sie sonst zum Sport?

Klaus Döll: Sport, insbesondere Mannschaftssport fördert den Teamgeist und damit das soziale Verhalten. Ich selbst habe Fußball gespielt und war durch unsere beiden Söhne Christoph und Sebastian jahrelang Fußballtrainer in der Jugendabteilung. Mein Herz schlägt nach wie vor für den Fußball. Ich freue mich auf das nächste Aquafitness im Felsberger Schwimmbad. Breitensport allgemein ist für das ländlich geprägte Felsberg unverzichtbar.

Burkhart Prinz: Wie steht es mit der Jugendförderung?

Klaus Döll: Hier sehe ich die Möglichkeit, durch Maßnahmen im Rahmen eines freiwilligen soziales Jahres junge Menschen als BetreuerInnen und TrainerInnen für die Vereine zu gewinnen. Ich halte das für eine gute Jugendförderung, wenn auf diese Weise die Jugend in die Vereine integriert wird.

Rainer Lindenberg: Wie stehen Sie zur Situation der Radwege in Felsberg? Sind Maßnahmen zur Verbesserung der Radwege geplant?

Klaus Döll: Die Radwege in Felsberg gehören zu den schlechtesten in ganz Nordhessen. Katastrophal ist der Zustand des Weges zwischen Altenburg und dem Lohrer Sportplatz . Die Kreuzung der B 254 bei Niedervorschütz von der Forstmühle in Richtung Gudensberg ist besonders für Kinder und ältere Menschen lebensgefährlich. Ich werde nach meinem Amtsantritt hier für kurzfristige Abhilfe sorgen und allgemein den Zustand der Radwege deutlich verbessern, auch zur Förderung des Tourismus.

Burkhart Prinz: Durch die geplante Umgehungsstraße könnten Probleme für das Naherholungsgebiet im Bereich der Fischteiche entstehen. Wie gehen Sie damit um?

Klaus Döll: Sie sprechen einen wunden Punkt der Umgehungsstraße an. Nach meinem Informationsstand wird das Gebiet im Bereich der Fischteiche von der Trassenführung jedoch nicht berührt.

Burkhart Prinz: Die Menschen in Nordhessen werden immer weniger. Das hat Auswirkungen auf die Stadtund Ortskerne. Wie wollen Sie mit diesem Problem umgehen?

Klaus Döll: Die Felsberger Altstadt und die Ortskerne müssen gerettet und für junge Familien attraktiver gestaltet werden. Dann werden auch wieder junge Familien dorthin ziehen. Um dabei zu helfen, werde ich die Stelle eines/r Altstadt- und Ortskernbeauftragten schaffen.

Rainer Lindenberg: Was halten Sie von einer Bürgerstiftung?

Klaus Döll: Eine Bürgerstiftung ist eine prima Sache, wie man in Melsungen sieht. Felsberg braucht aber keine Bürgerstiftung, denn wir haben bereits eine Stiftung, nämlich die Stiftung der Stadtsparkasse. Diese Stiftung arbeitet sehr gut. Eine Bürgerstiftung kann nicht mehr.

Rainer Lindenberg und Burkhart Prinz im Gespräch mit Klaus Döll
v.l.n.r. Klaus Döll, Rainer Lindenberg und Burkhard Prinz

 
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